Brown Mamorated Stink Bug (BMSB) erschwert Import in Neuseeland und Australien

Brown Mamorated Stink Bug (BMSB) erschwert Import in Neuseeland und Australien
Aufgrund ihrer isolierten geografischen Lagen konnten sich in Australien und Neuseeland geschlossene Ökosysteme entwickeln. Einzigartige Floren und Faunen, die mangels Widerstandsfähigkeit sehr sensibel auf fremde Organismen wie dem BMSB reagieren. Um die natürliche Umwelt zu schützen, haben deshalb beide Länder strenge Einfuhrregeln erlassen, die die Ausbreitung von Schädlingen und nichteinheimischen Pflanzen und Tierarten verhindern sollen. Sofern die Einfuhr von Gütern überhaupt erlaubt ist, unterliegt der Import nach Neuseeland und Australien meist starken Beschränkungen und einer Deklarationspflicht. Halten Unternehmen die Importvorschriften nicht ein, drohen nicht nur empfindliche Strafen. Im schlimmsten Fall ordnen die Behörden die Rückverschiffung der Waren oder die Vernichtung der Fracht an.

Verschärfte Einfuhrregeln durch die Ausbreitung des Brown Mamorated Stink Bugs (BMSB)

Seit dem 01.09.2018 hat nun auch Neuseeland seine Einfuhrbedingungen gegenüber Risikoländern wie Deutschland vorübergehend bis zum 30.04.2019 verschärft. Grund ist die Ausbreitung der eigentlich in Ostasien beheimateten Marmorierten Baumwanze. Mit Hilfe von importierten Pflanzenmaterialien und Verpackungen konnte der im Deutschen als „Stinkkäfer“ bekannte Schädling in den letzten Jahren bis nach Mitteleuropa vordringen. Der „Brown Mamorated Stink Bug“ (BMSB), so die englische Bezeichnung, sticht vor allem das Pflanzengewebe von Früchten an. Einmal befallen, verfärben und verformen sich die Früchte oder sterben ganz ab. So entsteht durch die Saugtätigkeit des Schädlings jedes Jahr erheblicher wirtschaftlicher Schaden.

Verwendung von ISPM 15 behandelten Paletten erfüllen Importvorschriften 

Verwenden Sie Paletten von Alles Paletti Sachsen, die nach dem IPPC-Standard ISPM 15 behandelt wurden, haben die neuen Einfuhrbestimmungen Neuseelands und Australiens bisher keine Auswirkungen. Schließlich senkt die Einhaltung des internationalen Standards für Holzverpackungen das Risiko einer Ausbreitung von Schadorganismen. Dennoch könnten Sie als Exporteur von den verschärften Importregelungen Neuseelands und Australiens betroffen sein. Verschiffen Sie Waren in eines der beiden Länder, müssen Sie die Produkte nun ebenfalls mit Gas oder Hitze behandeln, um die Anforderungen für das BMSB Treatment Certificate zu erfüllen. Liegt das Zertifikat nicht vor, können die Behörden vor Ort die kostenpflichtige Behandlung der Fracht, deren Rückverschiffung oder Vernichtung anordnen. Rechnen Sie außerdem mit Verzögerungen bei der Lieferung ihrer Waren, die durch die Inspektion ihrer Güter entstehen können.